Lesen Sie nachstehen den Brief des Vorsitzender der Bundesheergewerkschaft in Tirol, 

Obstlt Hans SCHÖPF vom 20. Feber 2012 an die Landtagsklubs der ÖVP, SPÖ, FPÖ und GRÜNE in Bezug auf das "Sparpaket bis 2016; Maßnahmen für Konsolidierung".

 


 

Hans SCHÖPF, Obstlt

Vorsitzender der Bundesheergewerkschaft in Tirol                         Innsbruck, 20. Feber 2012

 

Sparpaket bis 2016

Maßnahmen für Konsolidierung

 

An den

Landtagsklub der (ÖVP, SPÖ, FPÖ und GRÜNE)

 

Sehr geschätzte Damen und Herrn!

Ich melde mich wirklich nur bei Gefahr im Verzug bei Ihnen um Unterstützung und bitte um den dementsprechenden Rückhalt unserer Damen und Herrn Abgeordneten.

Das Sparpaket hat einen großen Verlierer. Ca 14.000 Heeresbediensteten droht zusätzlich zur Nulllohnrunde 2013 (Bund) und einer moderaten Lohnrunde 2014 (Bund) ein Gehaltsverlust von bis zu 5,5 % pro Monat durch Streichung des verlängerten Dienstplanes (ab Juli 2012).

Im Sparpaket ist nämlich als zusätzliche Maßnahme zur Konsolidierung die Streichung des sogenannten verlängerten Dienstplanes (41. Stunde) im Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport vorgesehen.

Die 41. Wochenstunde ergibt sich aus den militärischen Dienstplänen und wird von jedem Soldaten geleistet und stellt somit seit Jahrzehnten (1972) einen fixen Einkommensbestandteil dar.

Die Leistung dieser Stunde ist Pflicht, d.h. Soldaten haben eine 41-Stundenwoche.

Ein Wachtmeister (Unteroffizier 22 Jahre jung) hat bei Streichung der 41. Stunde einen Reallohnverlust von 5,5 % pro Monat.

Ein Vizeleutnant (Unteroffizier 52 Jahre alt) hat bei Streichung der 41. Stunde einen Reallohnverlust von 3,5 % pro Monat.

Ein Leutnant (Offizier 23 Jahre jung) hat bei Streichung der 41. Stunde einen Reallohnverlust von 4,4 % pro Monat.

Ein Oberst (Offizier 50 Jahre alt) hat bei Streichung der 41. Stunde einen Reallohnverlust von 3,1 % pro Monat.

Nach eigenen Angaben des Herr Bundeskanzlers und des Vizekanzlers im Fernsehen beträgt deren Reallohnverlust ca. 1 % pro Monat.

Sehr geschätzte Damen und Herrn Abgeordnete zum Bundesrat, Landtag und Nationalrat wir bitten euch Überzeugungsarbeit zu leisten und im Fall des Falles dieser weder ausgewogenen noch fairen, keinesfalls sozial und schon gar nicht gerechten Maßnahme die Zustimmung zu verweigern.

Hochachtungsvoll

Hans SCHÖPF