Angelobung in Zams MilKdt, Landeshauptmann und Innenministerin MilKdoT/Hörl"Durch das Sprechen der Angelobungsformel wird das besondere Treueverhältnis der jungen Staatsbürger als Soldaten zur Republik Österreich zum Ausdruck gebracht. Und das macht uns bewusst, dass Soldaten nicht zuletzt für Einsätze bereitgestellt sind, von denen wir alle hoffen, dass sie nicht stattfinden müssen - egal ob es kriegerische sind, Katastrophen- oder Sicherungseinsätze."

So der MilKdt von Tirol, GenMjr Mag. Herbert Bauer, in seiner Ansprache am 19. Oktober 2012 in Zams vor 358 jungen Österreichern, die vor kurzem zum Stabsbataillon 6 eingerückt sind. Die zahlreichen Ehrengäste, allen voran Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, Landeshauptmann Günther Platter, der Bürgermeister von Zams Siegmund Geiger sowie die Eltern und Verwandten der jungen Soldaten zeigten sich von der Veranstaltung und dem Auftreten der Rekruten beeindruckt. 68 Soldaten, die im September als "Einjährig Freiwillige" eingerückt sind, setzen den ersten Schritt zur Offiziersausbildung des Aktiv- oder Milizstandes. Umrahmt wurde die Feier durch die Schützenkompanie Zams sowie durch die Fahnenabordnungen der Traditionstruppenkörper und Traditionsvereinen des Stabsbataillons 6. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Militärmusik Tirol.

 

Angelobung und Wehrpflicht
Aus der Rede des Militärkommandanten von Tirol zur Angelobung in Zams:
„Nun noch ein paar Anmerkungen zu der derzeit laufenden Wehrpflichtdiskussion. Natürlich ist es legitim über Veränderungen nachzudenken und auch zu diskutieren – die Meinungsfreiheit gilt allerdings für uns alle. Der Stil der Diskussion, wie sie auch von einer kleinformatigen Zeitung betrieben wird, lässt allerdings zu wünschen übrig. Glauben sie nicht alles, was in der Zeitung steht, es ist eine alte Weisheit, dass die veröffentlichte Meinung von der öffentlichen Wahrnehmung abweicht. Das Bundesheer ist viel besser, als man uns weismachen möchte. 1500 Soldaten im Auslandseinsatz, rund um die Uhr Luftraumüberwachung, tausende Soldaten in zum Teil fordernden komplexen Ausbildungen und die stete Bereitschaft für den Einsatz und die Durchführung von Einsätzen, wie in der Obersteiermark oder in Tirol zuletzt in Virgen, sind nur einige Beispiele. Ob wir mit einem reinen Berufsheer alle diese Aufgaben, nur abgestützt auf Freiwillige erfüllen könnten, wird genau so bezweifelt, wie, dass wir mehr Geld für ein teureres Wehrsystem bekommen könnten. Derzeit werde ich immer gefragt, was denn ich persönlich am 20. Jänner tun werde. Meine Antwort ist: Eingedenk der zig-tausenden Staatsbürger, die bisher hervorragende Dienstleistungen im Rahmen ihres Wehrdienstes erbracht haben, werde ich mich für die Beibehaltung des bisher bewährten, wenn auch verbesserungsfähigen Mischsystems entscheiden, dass auf Berufssoldaten, Wehrpflichtigen, Zeitsoldaten und Milizsoldaten aufbaut, also für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht und des Zivildienstes, wie sie derzeit in der Verfassung stehen. Als Demokrat und Soldat werde ich aber natürlich jede andere Entscheidung, die auf gesetzlicher Basis durch allfällige Veränderung der geltenden Verfassung zustande kommt, akzeptieren und umsetzen."