Tausende junge Österreicher werden jährlich seit 1981 in der „ortsfesten Diagnosestraße“ im Innsbrucker Amtsgebäude Feldmarschall Conrad der Musterung unterzogen. „Ortsfest“ deshalb, da die Musterungen vor dem Jahr 1981 nicht an ein Gebäude gebunden waren – sondern die Stellungskommission zu den Wehrpflichtigen in die jeweiligen Gemeinden fuhr. Diese so genannten „Fliegende Musterungskommission“ war bestens in die Bevölkerung integriert. Das vor 30 Jahren stattfindende Sesshaftwerden der Stellungskommission ist auf die technischen Weiterentwicklungen der medizinischen Untersuchungsgeräte zurückzuführen, da durch die Fortschritte der Medizin ein Transport der verschiedenen Gerätschaften nicht mehr möglich war und ist. Heutzutage stellt die ortsfeste Stellungskommission in Innsbruck einen gesundheitspolitischen Stellenwert dar, der nicht zu unterschätzen ist.

Nahezu jeder junge männliche Staatsbürger und inzwischen auch so manche weibliche Interessentin werden einem umfassenden „Gesundheitscheck“ unterzogen.

Es sind dadurch nicht nur Trends der gesundheitlichen Entwicklung in Österreich erkennbar, sondern auch der individuelle Grad der Gesundheit.

Das Jubiläum wurde im Juni 2011 mit der feierlichen Angelobung von 70 Rekruten des Stabsbataillons 6 im Amtsgebäude Feldmarschall Conrad begangen. Abordnungen der Schützenkompanie Silz, der Traditionsvereine, Kaiserjäger und Kaiserschützen sowie die Militärmusik Tirol gaben dem Festakt einen würdigen Rahmen. Zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens wie Tirols stellvertretender Militärkommandant Oberst Oskar Heel und in Vertretung des Landeshauptmannes, Landtagsabgeordneter Mag. Jakob Wolf drückten durch ihre Anwesenheit den jungen Soldaten ihren Respekt zum Dienst im österreichischen Bundesheer aus.