Quelle: MilKdoT; MilKdt GenMjr Mag. Herbert BAUER bei seiner AnspracheAm 13. Augustes 1809 fand die 3. Bergiselschlacht statt. Diese große Entscheidungsschlacht endete am Abend dieses Tages damit, dass sich alle strategisch wichtigen Punkte in den Händen des Tiroler Landsturmes befanden und die feindlichen Truppen den Rückzug antraten.

„Die Verbindung der historischen Ereignisse zum heutigen Bundesheer wird in den über die Zeiten gleichgeblieben gemeinsamen Werten gefunden. Diese sind einerseits für die Heimat einzutreten, andererseits die soldatischen Tugenden Mut und Kameradschaft, sowie die Bereitschaft, die gestellten Aufträge mit allen Kräften zu erfüllen!“, sagte Tirols Militärkommandant Generalmajor Mag. Herbert Bauer in seiner Festansprache.

Das Militärkommando Tirol als Traditionsträger des Tiroler Landsturmes und der Tiroler Standschützen der dritten Schlacht am Bergisel gedachte deshalb am 12. August 2011 auf diesem historischen Boden der Ereignisse und der Nachwirkungen dieses Konfliktes.

Die Anwesenheit des Tiroler Landeshauptmannes Günther Platter, zahlreicher Honoratioren aus Bundes- und Landespolitik, des Klerus und der Wirtschaft unterstrichen den hohen Stellenwert dieses Traditionsgedenkens.

Weiters ging Bauer auf das Jubiläum des Landlibells und seine Bedeutung im 21. Jahrhundert ein: „Wenn wir heuer auch des Jubiläums des Tiroler Landlibells aus dem Jahre 1511 gedenken, dann sollte uns bewusst sein, dass es damals außer Zweifel stand, rechtzeitig bewaffnete Kräfte für die Sicherheit der Heimat bereitzustellen und diese auch zweckmäßig auszustatten. Die traditionsgemäße Verbindung zu dem heutigen Bundesheer und seinen Soldaten besteht im Eintreten für eine sichere Heimat in Freiheit.“

Bauer verwies auch auf die ausstehende politische Entscheidung in der Wehrpflichtdiskussion. Zum Thema selbst vertrat er die Meinung, dass “die Wehrpflicht ein Instrument ist, dem Bürger den zur Selbstbehauptung unabdingbaren Wehrgedanken näher zu bringen, ihn qualifiziert auszubilden und ihn in diese überlebenswichtige Verantwortung für das Gemeinwesen einzuführen.“

Ein „herzliches Vergelt´s Gott“ sprach Tirols Landeshauptmann Günther Platter dem Militärkommando Tirol aus – bezogen auf die Leistungen des Bundesheeres in Tirol. Platter erwähnte er in seiner Laudatio die militärische Landesverteidigung als wichtigste Aufgabe des Militärs zur Erhaltung der Souveränität. „Die Sicherheit Tirols wird in der Gegenwart und in der Zukunft auch durch die Auslandseinsätze unserer Soldaten gewährleistet. Für alle diese Aufgaben sind engagierte Soldatinnen und Soldaten von Nöten. Darum ist ein Bestehenbleiben des Militärkommandos Tirol und der 6. Jägerbrigade für den Erhalt dieser Aufgaben zwingend notwendig“. Auch die Leistungen der letzten Jahre für die Hilfe in der Katastrophenbewältigung wurden honoriert. Landeshauptmann Platter vertrat auch die Meinung, „dass ein Land das die Traditionen aufgibt, sich selbst aufgebe. Das werde in Tirol niemals stattfinden.“ Hier sprach er sich auch dezidiert für den Erhalt der Militärmusik Tirol als tragendes Beispiel für die gelebte Tradition aus. Platter weiters: „Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit, wenn ich mir ansehe was derzeit in anderen Staaten der Europäischen Union passiert, wenn ich sehe wie sich außerhalb der EU schwierige Situationen entwickeln, so ist Sicherheit das höchste Gut, das wir haben können. Wir brauchen deshalb Strukturen und an diesen müssen wir arbeiten.“

Die Militärmusik Tirol, Ehrenzüge gestellt von der Stabskompanie des Militärkommandos Tirol und der Schützenkompanie Wilten, der Insignientrupp des Militärkommandos Tirol und Fahnenabordnungen der Tiroler Traditionsverbände bildeten den feierlichen Rahmen dieses Festaktes.