V.l.: Oberst Herwig Müller, Roland Weber (Tetron), Major Martin Heinrich, Mag. Bernd Noggler (Land Tirol) mit dem ausgestellten militärischen Gerät.Von 13. bis 14. Jänner 2010 fand der erste Digitalfunk-Kongress Österreichs im Kongresszentrum in Innsbruck statt. Die Soldaten der 6. Jägerbrigade präsentierten ihren Beitrag zur Ergänzung des Behördenfunksystems unter dem Motto: "Das Österreichische Bundesheer – Hilfeleistung im Inneren mit Hochtechnologie!" Einbindung einer mobilen Funkstelle für das Digitalfunknetz BOS
Die Teilnehmer am Kongress konnten sich von der modernen Geräteausstattung der Führungsunterstützung sowie den Möglichkeiten zur Assistenz- und Hilfeleistung der 6.Jägerbrigade überzeugen. Erprobt wurde die Einbindung einer mobilen Funkstelle (BTS) für das Digitalfunknetz BOS (Behörden und Organisationen mit sicherheitsrelevanten Aufgaben) während des Gebirgswettkampfes "Edelweiss Raid 2009" im Vorjahr.
Dargestellt wurde die Einbindung einer mobilen Digitalfunkstation (BTS/BOS) in Verbindung mit dem mobilen Richtfunksystem TRC-4000 und die Verwendung der im Jahr 2009 angekauften Brennstoffzellen. Die seit damals weiterentwickelte mobile Funkstelle (BTS) überraschte in ihrer kleinen, kompakten und vor allem modularen Bauweise, welche den einfachen Transport durch die Soldaten sowie mit Hubschraubern, speziell neben den betrieblichen Anforderungen in den Vordergrund stellt.
Die Soldaten der 6.Jägerbrigade sind die Spezialisten für Einsätze im Hochgebirge und sind hierfür speziell ausgebildet und ausgerüstet. Im gebirgigen Teil Österreichs ergeben sich aufgrund der vielen Täler und hohen Gebirgszüge Einschränkungen in der Netzabdeckung für das Behördenfunksystem. Hier können die Soldaten der 6.Jägerbrigade ihren Beitrag leisten: Aufgrund der alpinen Kenntnisse und Fertigkeit können auch auf den höchsten Gipfeln Funkstellen errichtet und betrieben werden, um das Behördenfunksystem zu ergänzen – und dies auch über einen längeren Zeitraum.
Erstmals getestet wurde die Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres, dem Land Tirol, der Landesleitstelle und der Firma Tetron im Zuge des Gebirgsjägerwettkampfes "Edelweiß Raid 2009". Die Soldaten mussten sich über mehrere Gipfel und Täler bis ins Ziel kämpfen und wurden dabei via GPS-Tracking ständig auf einer digitalen Lagekarte verfolgt. Der erste Einsatz dieser Konfiguration wurde während des Donauinselfestes im Jahr 2009 durchgeführt, wo zur Verdichtung des Digitalfunknetzes für die Blaulichtorganisation ebenfalls eine mobile Digitalfunkstation mittels Bundesheer-Richtfunk in das BMI-Netz eingebunden wurde.